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Bootshaut und Verdeck

Mit der Spritzdecke von Helmi ist das Baikal auch für Regen und leichtes Wildwasser geeignet.

Die dünne Bootshaut habe ich mit Gummikielstreifen von Grabner verstärkt. Die Streifen müssen um die Spitzen unter den Spitzenbeschlägen herumgeführt werden.
Den Gummikleber (Kontaktkleber) bekommt Ihr ebenfalls bei Grabner. Die Grabner-Verstärkungstreifen sind nicht dehnbar, ganz im Gegensatz zur Baikal-Haut. Daher die Streifen nach Möglichkeit am aufgebauten und daher gespannten Boot ankleben. Das bei Kontaktklebern besonders wichtige Anpressen kann dann am abgebauten Boot erfolgen. Wichtig ist, dass die Längskräfte, die durch das Spannen des Gerüsts entstehen, vollständig von den Verstärkungsstreifen aufgenommen werden können. Wenn irgendwo im Kräfteverlauf eine Lücke (nur Baikal- Haut) bleibt, wird die Haut dort reißen. Dazu müssen die Streifen weit genug unter die Gummisteven geklebt und die beiden obersten Verstärkungsstreifen, durch einen Streifen verbunden werden, der um die Bootsspitzen unter dem Spitzenbeschlag herumgeführt und in die Hauptnaht eingenäht wird. Wenn trotz vorsichtigen Ablösens des Gummistevens sich dabei der Gummi vom Trägermaterial der Haut lösen sollte ist das kein Grund zur Panik. Der Kleber hält auch auf dem Trägermaterial hervorragend. Die Streifen müssen aus zwei Gründen gestückelt werden: wegen der Form der Bodenleiter und weil die Grabner Streifen nur 4 m lang sind. Bei den Überlappungen der Streifen auf die Fahrtrichtung achten! Für die unteren Kielstreifen habe ich die volle Streifenbreite verwendet, Entlang der Senten habe ich halbierte Streifen genommen.
Ganz wichtig ist das Anschleifen aller Klebeflächen (Streifen, Haut und Gummisteven). Reinigen allein reicht nicht!
(Roman)

Als Kielstreifen habe ich (Holger) alte aufgeschnittene Fahrradschläuche benutzt. TipTop Cement kam bei mir als Kleber zum Einsatz.

An Bug und Heck habe ich Tragegurten und am Verdeck D-Ringe angenäht.
Die Tragegurte sind aus Kunstfaser und in einer Breite ab 50 mm. Sie werden ganz einfach in die Hauptnaht eingenäht. Weil die Baikal-Haut sehr dünn und dehnbar ist, muss sie an der Stelle, wo die Tragegurte eingenäht werden, verstärkt werden. Dazu wird an der Innenseite der Haut ein breiter Streifen aus Kielstreifenmaterialangeklebt, der bis zum Gummisteven hinunterreicht. Die Hauptnaht ist vorher auf Streifenbreite aufzutrennen, weil auch der Verstärkungsstreifen in die Hauptnaht eingenäht werden muss. Die Näharbeiten an der Haut habe ich damals mit Fingerhut und Ledernadel gemacht. Heute würde ich eine Nähahle dafür verwenden.
(Roman)

Den groben und daher durchlässsigen Verdeckstoff habe ich mit Grangers Mesowax imprägniert; jetzt ist er dicht.