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Auftrieb

Vor ein paar Jahren befuhren wir die Unstrut ab Merxleben bei Bad Langensalza. Hier ist der kanalisierte, ca. 4-5 m breite Fluß zwischen hohen, mit Brennesseln bestandenen Böschungen eingezwängt. Als wir ein anderes Boot überholen wollten, passierte der Supergau auch schon – ein unter dem Wasserspiegel aufragender Holz- oder Eisenstab, wir hatten in dem trüben Waser nichts gesichtet, riß ein ca. 50 cm langen Riß in die Haut und Wasser ströhmte in das mit 3 Personen besetzte Boot. Der Kahn lief in Sekunden voll, mit steigenden Wasserstand wurde er zunehmend manöverierunfähig. Wir schafften gerade die ca. 1,5-2 m zum Ufer, dann war das Boot randvoll gelaufen.

Das muß nicht so ablaufen. In anderen Situationen kann dergleichen unangenehmer bis lebensgefährlich werden. Daher: Auftriebskörper sind sinnvoll.

1. Zunächst bieten sich Spitzenbeutel zum Verstauen in Bug und Heck an. Zusätzlich haben wir an jeder Seite einen 3 m langen Luftschlauch mit Gurten befestigt. Da diese von den Metallteilen der Spanten aufgeschnitten würden, muß an den betreffenden Stellen ein zugeschnittenes Stück Matte untergelegt werden (keine perfekte Lösung, aber funktioniert).

2. Die meisten Gepäckstücke, mal abgesehen vom gefüllten Wasserkanister oder Bierkasten sind schwimmfähig, sofern sie wasserdicht verpackt sind (Matten, Schlafsack usw.). Demzufolge muß man sie nur im Boot fest anbringen, um weiteren Auftrieb zu schaffen (siehe Packtipps).